Kessel auf Tour:
SV Waldhof Mannheim - SSV Reutlingen 1:1
"Erster Auswärtssieg leichtfertig verschenkt"
Im dritten Auswärtsspiel gelang dem SSV Reutlingen der erste Punktgewinn auf fremden
Platze in der 2. Bundesliga. Jedoch keimte keine große Freude bei Spielern und Fans auf,
denn bis 4 Minuten vor Spielende führten die Achalmstädter noch mit 1:0 und vergaben
durch eine Unaufmerksamkeit von Malchow den schon sicher geglaubten Auswärtssieg.
Das Spiel im Mannheimer Carl-Benz-Stadion begann der SSV Reutlingen gleich von Anbeginn an
sehr druckvoll. Schon nach 16 Spielminuten ging der Gast aus Reutlingen mit 1:0 in
Führung.
Torschütze war Robert Hofacker, der nach einem Zuspiel von Stefan Lexa aus etwa 20 Metern
den
Ball volley nahm und für Waldhofkeeper Hollerieth unhaltbar ins linke untere Eck drosch.
Bei den 500 mitgereisten Fans, darunter selbstverständlich auch die "Nackten Kessel
Reutlingen", die vertreten waren durch Ali, Falkao, Nuss, Klösel, Otschoa, Jenson,
Geki und Grinse, herrschte Riesenjubel.
Nach der Führung beherrschte der SSV weiterhin das Spiel und ließ die erschreckend
schwachen Waldhöfer zu keinen nennenswerten Torchancen kommen. Mit dieser 1:0 Führung
wurden dann schließlich auch die Seiten gewechselt.
Nach der Pause bot sich den 5.000 Zuschauern das gleiche Bild. Reutlingen dominierte das
Spiel, kam aber auch weiterhin zu keinen weiteren hochkarätigen Torchancen und Waldhof
spielte blind nach vorne und begann mit fortlaufender Zeit die Brechstange herauszuholen.
Doch die Reutlinger Abwehr stand sicher.
In der 80. Spielminute wurde dann Hofacker gegen Malchow ausgetauscht, was für die
Reutlinger noch zum Verhängnis werden sollte, sollte doch Malchow als gestandener
Zweitligaspieler der Defensive weiteren Halt geben.
Doch in der 86. Spielminute war es um den ersten Auswärtssieg geschehen, denn nach einer
Unaufmerksamkeit von Malchow, schlich sich sein Gegenspieler hinter seinem Rücken an ihm
vorbei und mußte aus 3 Metern nur noch den Fuß hinhalten und zum unverdienten 1:1
Ausgleich einschieben.
Den mitgereisten Reutlinger Fans stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Dennoch
waren die meisten Fans auch mit diesem 1:1 zufrieden, doch dem Spielverlauf nach wurden 2
Punkte durch eine Unachtsamkeit verschenkt.
Dennoch steht der SSV nun mit 10 Punkten in der Tabele auf einem sehr guten 7.Rang.
Von den 500 Reutlinger Fans fuhren viele mit PKW´s, aber auch 4 Fanbusse wurden
eingesetzt.
Die Nackten Kessel Reutlingen fuhren ebenfalls mit einem der Fanbusse, wobei der Name
Stadtbus eher angebracht gewesen wäre, denn kurzerhand mietete die Fa. Omnibus Hahn einen
weiteren Bus an, da nicht genügend Platz für alle Fans war. Obwohl die Nackten Kessel
angemeldet waren, war für sie kein Platz in den komfortableren Fan-Reisebussen. Das kann
doch wohl nicht wahr sein! Da muß sich die Fa. Omnibus Hahn einmal Gedanken machen. Denn
es kann nicht sein, daß man sich anmeldet und dann keinen Platz in einem der Busse hat
und die Fans die sich nicht angemeldet haben, diese Plätze wegnehmen. Dennoch ließen
sich die Nackten Kessel dadurch nicht die gute Laune verderben und verbrachten einen
schönen Tag in Mannheim (FR)
Alemannia Aachen - SSV Reutlingen 4:1
"Erster Dämpfer für den SSV Reutlingen im Hexenkessel
Tivoli"
Der SSV erlitt bei seinem ersten Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga einen herben
Dämpfer. Mit 4:1 (1:0) verloren die Schützlinge um Trainer Armin Veh im mit 12.500
Zuschauern besetzten Hexenkessel des Aachener Tivolis. Das Ergebnis fiel jedoch eindeutig
zu hoch aus, denn der SSV konnte mit dem Gastgeber durchaus mithalten und hatte auch
einige große Torchancen.
Der SSV Reutlingen begann, entgegen der Ankündigung von Trainer Veh, sehr offensiv. Mit
Djappa und Frommer sowie dem schnellen Rechtsaußen Hofmann machte der SSV von Beginn an
Druck. Jedoch kamen dabei keine nennenswerten Torchancen zu stande.
Die Aachener spielten jedoch auch sehr offensiv und griffen den SSV Reutlingen bereits in
ihrer eigenen Hälfte an, so daß das flüssige Kombinationsspiel nicht aufgezogen werden
konnte und die 05er immer wieder zu Fehlpässen genötigt wurden.
In der 21. Spielminute war es dann so weit. Nach einem Fehlpass von Hofacker gelangten die
Aachener in Ballbesitz und nach einer Flanke von der linken Seite mußte Diane nur noch
den Fuß hinhalten und die 1:0 Führung für den Gastgeber war perfekt. Torhüter
Hermanutz war bei diesem Schuß aus 5 Metern machtlos.
Doch die Gäste aus der Achalmstadt ließen sich von dem Rückstand nicht aus dem Konzept
bringen und hatten dann vor der Pause noch zwei riesen Torchancen durch Djappa, die aber
beide ungenutzt blieben. Zunächst versuchte Djappa nach einem herrlichen Paß von Becker
den herauseilenden Aachener Torhüter zu überspielen, doch der Heber war nicht gut genug.
Kurz vor der Pause eilte Djappa alleine auf das Gastgebertor zu, doch schoß er
überhastet kknapp neben das Tor.
Mit dieser 1:0 Führung für Aachen wurden auch die Seiten gewechselt.
Nach der Pause ereignete sich zunächst nicht viel. Keine der beiden Mannschaften konnte
sich zwingende Torchancen herausarbeiten. In der 60. Minute griff der bis dahin gut
leitende Schiri ins Spielgeschehen ein und gab Ralf Becker nach einer Schwalbe von Willi
Landgraf die gelb-rote Karte. Dies war ein Knackpunkt im Reutlinger Spiel. Ein weiterer
Knackpunkt ereignete sich in der 72. Spielminute, als Torhüter Hermanutz einen harmlosen
Schuß fangen wollte, ihn aber dann unterschätzte und mit dem Ball in den Händen ins
eigene Tor flog. Dieser Torwartfehler besiegelte die Niederlage der Reutlinger. Der
Aachener Lämmermann erzielte in der 81. Minute noch das 3:0, ehe Milan Kerbr in der 85.
minute noch zum 3:1 verkürzte. Doch fiel dieses Tor zu spät. In der 90. Minute fiel dann
noch das 4:1 durch Diane.
In der Höhe fiel der Sieg sicherlich zu hoch aus, doch gewannen die Alemannen verdient
aufgrund der besseren Zweikampfstärke und der abgeklärteren Spielweise. Dennoch konnte
der SSV gut mitspielen und mit dieser Leistung dürfte der SSV noch für einige Siege gut
sein.
Selbstverständlich begleiteten auch die Nackten Kessel ihren SSV zum ersten
Auswärtsspiel an den Aachener Tivoli. Mit dabei waren Ali, Jan und Steffi, Knutscher,
Grinse, Falkao, Geki, Nuss, Waggi, McPommée und als Ehrengast "de Mischael"
Grimm vom GEA. Aus Erlangen bzw. Koblenz und Köln reisten die weiteren Kessel Otscho,
Stärr sowie Schädel an, so daß die Kessel auf dem Tivoli stimmgewaltig vertreten waren
und bei herrlichem Sonnenschein ihre Oberkörper zeigten.
Die lange Reise begann am Samstag morgen um 8.00 Uhr am Stadion. Auf der langen langen
Fahrt wurden Karten (Knochenkarle und Schwimmer) gespielt und ein zwei Bierchen getrunken.
Während dem Spiel feuerten die etwa 200 Reutlinger Fans ihr Team frenetisch an. Jedoch
auch die hohe Niederlage tat der guten Stimmung keinen Abbruch und so stimmten die Nackten
Kessel mit den Security-Leuten noch eine La-Ola an, ehe man nach dem Spiel wieder in die
Busse ging und den langen Weg zurück auf sich nahm.
Einige vertrieben sich die Zeit mit weiteren Kartenspielen, wieder andere ließen sich im
Schlaf "belegen" (Nuss).
Gegen 23.00 Uhr erreichte man wieder Reutlinger Boden. Ein Teil der Kessel gin ins Bett,
der andere Teil vertrieb sich den restlichen Abend in der Färbse.
Am kommenden Samstag werden die Kessel ihre Farben gegen die Hertha anfeuern.Spielbeginn
ist um 15.00 Uhr.(FR)