Nackte Kessel an der Kreuzeiche
Der SSV begann bei tropischen Temperaturen gleich sehr druckvoll und schon in der 2. Spielminute hatte Ralf Becker die 1:0 Führung auf dem Fuß, doch er scheiterte freistehend am gut haltenden Gästekeeper Wache. In der 17. Minute konnte der Anhang von der Kreuzeiche zum ersten Mal jubeln. Nach einem abgeprallten Freistoßschuß von Ralf Becker, schnappte sich Olivier Djappa den Ball und schoß ohne zu zögern flach und unhaltbar ins linke untere Tor zum vielumjubelten 1:0 ein. Die Nackten Kessel, die sehr zahlreich vertreten waren (Ali, Falkao, Otscho, Nuss, Waggi, Komma, Schröter, Klösel, Marc, Stärr, Möbelwagen, Knutscher, Jan, Schädel und Geki) lagen sich minutenlang in den Armen und konnten ihr Glück kaum fassen; fieberten sie doch schon so lange auf den Beginn der 2. Ligasaison hin.
Nach dem Führungstreffer bekamen die Mainzer mehr Spielanteile und kurz vor der Halbzeit
gelang ihnen durch Ouakili der Ausgleich zum 1:1 (44.Minute). In der Halbzeit machten sich
einige der Kessel auf, um ihren Wasserhaushalt bei diesen heißen Temperaturen
auszugleichen. Etwa die
Hälfte begab sich zum neuen Sportpark und genoß das gekühlte Zwiefalter Hefe vom Faß.
Doch kaum war das Hefe verdaut, da mußten die Kessel mit ansehen, wie der Gast mit 2:1
(52. Minute) in Führung ging. Dieser Schockzustand dauerte aber nur kurz an, denn bereits
in der
56. Spielminute gelang Torsten Traub der 2:2 Ausgleich, als er am schnellsten schaltete
und den Ball aus 5 Metern ins Gästetor drosch Mit dem Ausgleichstreffer war auch die
Stimmung im Stadion wieder da und die lästige Hitze wurde vergessen, denn der SSV bot nun
Traumfußball.
In der 61. Minute gelang wiederum Djappa die verdiente 3:2 Führung, nach einer herrlichen
Vorlage vom wieselflinken Jan Hofmann, der zuvor seinen Gegenspieler auf der rechten
Außenbahn regelrecht
überlaufen hatte. Wieder herrschte überschäumende Freude bei den zahlreichen Fans,
insbesondere bei den Nackten Kessel.Dies war auch gleichzeitig der Endstand in einer sehr
guten
Zweitligapartie. Der SSV gewann aufgrund seiner aggressiveren und offensiveren Spiellweise
verdient mit 3:2.
Die Spieler kamen an den Zaun und verabschiedeten sich von ihren
Fans mit einer La Ola-Welle.
Nach dem Spiel verstreuten sich die Nackten Kessel. Die Gründe hierfür dürften zum
einen die sehr hohen Temperaturen gewesen sein zum anderen aber auch die Müdigkeit, denn
die Meisten der Nackten Kessel (Ali, Andi, Falkao, Otscho, Schröter, Geki, Knutscher, Jan
und Schädel) verbrachten von Freitag an ein herrliches Wochenende in Bregenz am Bodensee
und bei diesem Kurztripp kam man sehr wenig zum Schlafen.
Nächsten Samstag werden die Nackten Kessel mit etwa 15 Mann
nach Aachen auf den Tivoli fahren.(FR)